Friedenslicht

Eine kleine Gegebenheit aus der Adventszeit,die ich euch nicht vorenthalten möchte…

Bald ist Weihnachten. Die Adventszeit fängt an und alles wird weihnachtlich. In Deutschland. Hier wird es immer wärmer und von Weihnachtsstimmung ist noch keine Spur. Deswegen haben Marta, meine Mitfreiwillige und ich uns auf die Spuren nach einer Sache gemacht, die für uns an Weihnachten nicht fehlen darf: Das Friedenslicht. Und tatsächlich haben wir es gefunden. Wenn auch etwas anders:

Als wir mit den Rovern unseres Stammes nach Sachen gesucht haben, die wir in der nächsten Zeit machen können, kam auch die Idee auf, dass Friedenslicht nach San Cayetano, der Kirche zu der unser Stamm gehört, zu bringen. Die Rover von hier wussten bis dahin noch nicht einmal, dass es das Friedenslicht gibt, waren aber nach einigen Erklärungen davon begeistert und wir machten uns auf die Suche nach einem Aussendungsgottesdienst. Es wurde einer gefunden, welcher von den Argentinischen Pfadfindern organisiert wird. Dieser fand am 28. November in San Isidro statt, was zirka mit dem Bus zwei Stunden zu fahren ist. Hieß wir mussten etwas finden, was diese Busfahrt aushält. Auch wurde uns gesagt, dass es sein könnte, dass wir das Licht gar nicht im Bus transportieren dürfen, da hier das Friedenslicht nicht so bekannt ist wie in Deutschland und daher die Busfahrer eher die Gefahr hinter der brennenden Kerze sehen, als die Bedeutung des Lichtes. Das ging sogar so weit, dass der Pfarrer, mit dem wir Kontakt aufgenommen haben uns sagte, dass es normal sei, dass das Licht ausgeht und wir es wieder anzünden, da es um die Nachricht des Lichtes geht und nicht um das Licht selber. Und im Flugzeug ja auch nicht die Flamme transportiert wird. Marta und ich haben zwar versucht dagegen zu wiedersprechen, aber das Licht kommt noch nicht viele Jahre hierher, deswegen konnten wir nicht viel machen. Trotzdem haben wir nicht aufgegeben etwas zum Transportieren zu suchen und hatten als Ziel, das Licht, ohne dass es ausgeht, nach San Cayetano zu schaffen.

So machten wir uns am 28. November auf den Weg um das Friedenslicht abzuholen. In San Isidro angekommen, mussten wir erstmal die Kirche suchen, die wir nach einer Stunde und 30 Quadras endlich fanden. Dadurch hatten wir den Großteil vom Gottesdienst leider schon verpasst, waren aber Pünktlich da, um das Friedenslicht in Empfang zu nehmen, denn dieses wurde am Ende vom Gottesdienst ausgeteilt. Dafür wurde jede Pfadfindergruppe einzeln nach vorne gerufen um das Licht im Empfang zu nehmen. Als wir nach vorne gerufen wurden, kam gleich der Pfarrer, mit dem wir davor schon in Kontakt waren, und hat uns allen als deutsche Pfadfinder vorgestellt. Nach dem Gottesdienst wurde vor der Kirche noch geredet, Fotos gemacht und Sachen, wie kleine Kalender fürs neue Jahr verkauft. Unsere Reise ging aber noch zwei Stunden mit dem Bus, deswegen wir nicht lange bleiben konnten. Zum Transportieren des Lichtes hatten wir letztendlich ein großes Kerzenglas gefunden, in dem wir zwei Kerzen transportierten. Diese gingen zwar abwechselnd immer mal wieder aus, wir haben unser Ziel aber trotzdem erreicht und das Friedenslicht nach Liniers in die Kirche San Cayetano gebracht, wo es jetzt als Zeichen des Friedens in der Kirche steht.

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Angekommen

So nur eine kurze Meldung: Wir sind gut in Buenos Aires angekommen, waren aber vom Flug noch so müde, dass wir uns den Tag erst noch ausgeruht haben. Morgen geht es dann richtig los mit dem  Versuch in dieser riesigen Stadt zurecht zu kommen. Die nächsten zwei Wochen machen wir erst einen Sprachkurs und bekommen von unserer Mentorin Eva ein bischen die Stadt erklärt. Und ich kann dann endlich nach den zwei Wochen nach Merlo ziehen (einen Vorort) in dem es dann wieder “ ganz anders“ ist, laut Eva. 😀